Transition Town Kiel: Offene Innerer Wandel Gruppe in der Alten Mu (Thinkfarm)

am Mittwoch 06.09. / 20.09. / 04.10. / 18.10.2017 von 18.15 bis 19.45 Uhr

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“ Mahatma Gandhi

Liebe Wandelinteressierte,

am Mittwoch, 06.09. um 18.15 Uhr geht die offene "Innerer Wandel" Gruppe von Transition Town Kiel in der Thinkfarm der Alten Mu weiter. In dieser Gruppe beleuchten wir den möglichen Wandel in uns, um zum nötigen Wandel in der Welt beitragen zu können.

Die Treffen sind der Kraft der Gefühle gewidmet: Gefühle wie Wut, Angst und Trauer haben in unserer Gesellschaft ein eher negatives Image, da wir sie meist in ihrer Schattenseite erleben. So begegnen wir z.B. täglich in den Medien der Schattenseite der Wut, der Zerstörung. Aber wenn diese Gefühle bewusst eingesetzt werden, sind sie wichtige soziale Kräfte. So lässt uns z.B. die Wut Grenzen setzen, führt zu Klarheit, lässt uns ins Handeln kommen.

In den Treffen der „Innerer Wandel“ Gruppe geht es mir darum, in einem kurzem Input verschiedene Aspekte von "Gefühlearbeit" vorzustellen und sie danach in Übungen erfahrbar zu machen. "Investionskosten" sind eine Spende von mind. 2,- EUR für den Raum. Da es ein offene Gruppe ist, ist der Einstieg jederzeit möglich. Ich freue mich über zahlreiches Erscheinen. Daher gebt diese Info gerne an interessierte Menschen weiter.

Viele Grüße

Tobias ( info (at) klimafrosch.de )

P.S.: Hier findest Du mehr Infos zu Transition Town Kiel und zur Thinkfarm in der Alten Mu

Über die Idee zur "Innerer Wandel" Gruppe:

Unsere heutige Zeit ist eine Zeit des Wandels, weg von einer hierarchisch geprägten Gesellschaftsstruktur, mehr und mehr hin zu einer Gesellschaftsstruktur, die auf Beziehungen auf Augenhöhe aufgebaut ist. Dies erlebe ich sowohl auf privater Ebene in Paarbeziehungen, in Eltern-Kind-Beziehungen, in Freundschaften, als auch in Arbeitsverhältnissen oder vor allem in selbstorganisierten Gruppen der Bottom-Up Bewegung. Zugleich erlebe ich das es oft nicht einfach ist Beziehungen auf Augenhöhe zu leben, weil uns die Vorbilder fehlen und unsere herkömmliche Kommunikation an ihre Grenzen stößt und es viel Energieverlust durch Reibung geben kann. Und ich finde dies auch nicht ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass wir aus einer Vergangenheit kommen, in der fast alle Beziehungen von einem starken Hierarchiegefälle geprägt waren und somit die Sprache in dieser Zeit auch eine andere Funktion hatte.

2014-2015 habe ich in einem Ökodorf in der Nähe von Berlin gelebt und dort erfahren, wie eine Gemeinschaft auch ohne Hierarchie funktionieren kann. Dabei würde mir klar, wie wichtig eine Bewusstheit über seine eigenen Prägungen, Muster und Gefühle ist, da ich unbewusst das reproduziere, was mir meine Eltern, Lehrer und andere Erwachsene als Kind vorgelebt haben. Und wie sehr ich von der hierarchischen Gesellschaftsstruktur geprägt bin, in der ich aufgewachsen bin, und wie unsere alltägliche Sprache oft trennend statt verbindend ist. Und dass ich mich als Kind an die Hierarchie angepasst habe, obwohl es in mir eine Sehnsucht nach Beziehungen auf Augenhöhe gibt. Ich will Beziehungen auf Augenhöhe leben, sowohl mit anderen Menschen als auch mit unserer Mitwelt. Und wenn ich mich umsehe, kann ich erkennen, dass ich nicht der einzige bin, der sich nach Beziehungen auf Augenhöhe sehnt und immer mehr Orte entstehen, wo das gelebt wird.

Ich habe mit der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg und anderen Methoden der Gefühlearbeit wertvolle Werkzeuge gefunden, um mit mir selbst und anderen Menschen in eine liebevollere, tiefere Verbindung zu kommen. Wertvolle Werkzeuge die mir geholfen haben, mehr und mehr in Beziehungen auf Augenhöhe zu kommen und sie damit erfüllender zu machen. In den Treffen der „Innerer Wandel“ Gruppe geht es mir darum, in einem kurzem Input Aspekte dieser Werkzeuge vorzustellen und sie danach in Übungen erfahrbar zu machen.

Über mich: Ich bin Jahrgang 1979, arbeite als promovierter Meteorologe in der Klimaforschung, lebte 2014-2015 im Ökodorf ZEGG, bin leidenschaftlicher "Gefühlearbeiter" und dabei sehr vom Buddhismus, der Gewaltfreien Kommunikation und der Gefühlearbeit von Vivian Dittmar inspiriert. Ich fühle mich sehr mit der Ökodorfbewegung verbunden und engagiere sich beruflich wie privat für einen Wandel in der Welt zu einer nachhaltigen und friedlichen Kultur. Für mich hat der Wandel in der Welt viel mit dem Wandel in uns selbst zu tun. Und ich will eine Brücke zwischen dem möglichen Wandel in uns und notwendigen Wandel in der Welt bauen und dabei erlebbar machen, wie ein möglicher Weg zu einer nachhaltigeren und friedlicheren Kultur aussehen kann.